Video [5]: 4-1
DRK filmt sich nur selbst und hat keine spannenden Kamerafahrten, eigentlich wird hier fast nur die absolute Mindestanforderung erfüllt.
Das Video kann ja einfach gefilmt sein, aber dann sollte die Nachbearbeitungen einen Teil wieder ausgleichen, was hier nicht der Fall ist.
Rokce dagegen hat ein düsteres Video mit einer besser wirkenden Kameraqualität.
Die Nachbearbeitung wirkt ebenfalls passend, sodass das Video einen gewissen Street-Vibe vermittelt.
Die Performance ist sicherer, auch wenn ich es langweilig finde, wenn auf Dauer nur von unten gefilmt wird.
Trotzdem sieht das insgesamt gut aus und das Video ist in Relation allgemein viel besser.
4-1 an Rokce
Audio [7]: 6-2
Rokce rappt sicher, druckvoll, betont passend und hat Flowvariationen.
Eigentlich erfüllt er alle Anforderungen, wobei ich es leider echt schade finde, dass er so angestrengt rappt.
Das ist an einigen Stellen der einzige Aspekt, der mich stört.
Natürlich ist das Soundbild jetzt schon echt stabil und fortgeschritten, trotzdem gibt es für mich noch diesen Kritikpunkt.
DRK rappt dagegen deutlich unsicherer, betont unroutinierter und hat weniger coole Flowvariationen.
Generell gibt es noch keine sichere Flowstruktur, sondern eher die Anstrengung, im Takt zu bleiben.
Das ist auf Dauer anstrengend und stellt kein angenehmes Soundbild dar.
Die Basics werden also nicht völlig sicher beherrscht.
Dadurch sehe ich das im Verhältnis klar bei Rokce.
6-2 an Rokce
Text [10]: 3-5
DRK hat hier tatsächlich besser abgeliefert.
Es gibt viele Zeilen, die an sich voll okay sind, aber dafür nicht delivert werden.
Generell merkt man hier, dass sich Sachen überlegt wurden und man den Text nicht nur schnell runtergeschrieben hat.
Die Tresor-Line ist beispielsweise sehr stabil, wobei ich es lustig finde, dass sich beide gegenseitig mit ihrem Gewicht fronten.
Ich will das hier an der Stelle nicht beurteilen und bewerte die Zeilen selbst.
Ansonsten gibt es auch Standardzeilen wie die leichtes leben Line, insgesamt kann man das aber schon so machen.
Rokce hat schlechter abgegeben und formuliert teilweise auch etwas komisch.
Oftmals werden beim Satzbau Personalpronomen weggelassen, was sehr unrund und verkehrt klingt.
Natürlich kann man das mal so machen, aber wenn sich das durch die gesamte Runde zieht, wirkt es einfach unästhetisch.
Die Runde hat ein Konzept und durch die Hook auch eine Art roten Faden.
Richtige Highlightzeilen gibt es hier aber nicht, nur zwischendurch ein paar Stück, die ganz okay sind.
Oftmals fehlt einfach die Kreativität oder eine gute Pointe, besonders lustig wurde auch nichts geschrieben, was man sonst positiv werten könnte.
Daher sehe ich DRK vorne und gebe ein 5-3 an ihn.
Delivery [3]: 2-0
Rokce bringt seinen Text viel besser rüber und man hört ihm auch lieber zu.
Er ist der bessere Rapper und hat mehr Wiedererkennungswert, Sachen werden zwischendurch außerdem etwas dramatischer betont oder generell hervorgehoben.
Genau solche Sachen braucht es, damit man nicht gelangweilt ist und weghört.
DRK rappt unsicher, performt unsicher und bringt daher auch keinen Punch schlagfertig rüber.
Hier verliert die Delivery leider zusammen mit der Audio, da es sonst auch keinen besonderen Humor oder ähnliche Dinge gibt, die die anderen Defizite diesbezüglich ausgleichen.
Im Verhältnis ist das für mich ein 2-0 an Rokce.